Diese SOLAR Bäckerei sollte Afrika verändern – dann kam die Insolvenz!

Shownotes

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Kann man mit Solarstrom Menschen ernähren? | Torsten Schreiber über das Scheitern von SolarBakery

Brot backen mitten in Afrika – betrieben rein mit Solarenergie aus dem Container. Was als revolutionäre Idee begann, um eine verlässliche Energieversorgung und lokale Arbeitsplätze zu schaffen, endete schließlich in der Insolvenz.

In dieser Folge von Alles wird Strom sprechen wir mit Torsten Schreiber (Gründer von SolarBakery) über die Vision hinter der Container-Bäckerei, die extremen Herausforderungen beim Einsatz deutscher Technik in Afrika und die harten Realitäten des Unternehmertums. Warum ist ein so sinnvolles Projekt am Ende gescheitert? Welche Lehren zieht Torsten aus der Insolvenz – und warum baut er trotz allem einfach weiter?

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00:00:13: Kann man mit Solarstrom Menschen ernähren?

00:00:17: Jetzt, also mal wirklich mal ganz im Ernst.

00:00:18: Solarmodule aufstellen einen Container daneben und darin jeden Tag Brot für hunderte oder sogar tausende Menschen backen genau diese ziemlich verrückt aber auch geniale Idee hatte Thorsten Schreiber unser heutiger Gast eine komplette Bäckerei im Containern betrieben mit solarenergie Und entwickelt für region in denen eine zuverlässige Stromversorgung eben alles andere als selbstverständlich ist.

00:00:42: Aber die Geschichte hatten auch eine andere Seite, die Solar Bakery ist inzwischen insolvent!

00:00:49: Warum kann eine Idee, die eigentlich so sinnvoll klingt trotzdem scheitern?

00:00:53: Und was hat Thorsten aus all den Jahren in Afrika aus Solar Bakary und seinen anderen Projekten gelernt?

00:00:58: darüber sprechen wir heute und dann möchte ich natürlich als allererstes mal unseren heutigen Gast Thorsten begrüßen.

00:01:04: Hi Thorsten schön dass du da bist

00:01:06: ja ich freue mich auch riesig bei euch zu sein.

00:01:09: Ihr habt alles richtig gemacht, ihr seid bei einer neuen Folge.

00:01:13: Alles wird Strom!

00:01:14: Ich bin Robin und ich freue mich auch das mein großartiger liebenswerter und höchst kompetenter Podcast-Kollege Felix auch mit dabei sei.

00:01:23: Felix

00:01:24: Moin moin, grüß euch!

00:01:25: Und jetzt

00:01:26: muss ich an der Stelle nochmal Werbung in eigener Sache machen und wir haben großartige Neuigkeiten.

00:01:31: Wir freuen uns so sehr und ihr könnt euch mitfreuen denn tatsächlich wird alles wird Strom raus aus dem Studio rein in die echte Welt ein richtiges echtes Event machen was Alles wird.

00:01:42: Strom event wird stattfinden am achtundzwanzigsten Oktober in diesem Jahr und Ihr könnt tatsächlich mit dabei sein.

00:01:50: es gibt allerdings nur wenige Plätze.

00:01:52: deswegen könnt ihr euch auf auf der Webseite alleswirdstrom.de jetzt sozusagen bewerben, es ist wirklich so ein enges Kontingent das wird richtig kuschelig, dass ihr euch da so ein bisschen mal bewerbt und sagt wieso ihr damit dabei sein wollt?

00:02:06: Und dann kommt ja nämlich nach Allenbach, da sind nämlich die Fismanwerke, das ist die Hauptzentrale und ich kann schonmal soweit sagen, das wird tatsächlich ein ganzer Tag.

00:02:16: also es geht schon mittags los und dann werden wir die Fissmann Werke gemeinsam besuchen Meins am Essen, es ist alles komplett kostenlos.

00:02:25: Ihr müsst kein einziges Cent bezahlen!

00:02:26: Ihr müsst da nur hinkommen und wir werden dort vor Ort zwei Podcast-Episoden aufzeichnen.

00:02:31: Wir werden natürlich noch einen großartigen Gast haben der noch verkündet wird.

00:02:35: Und ja ihr könnt mit dabei sein, ihr könnt uns interagieren.

00:02:39: Ihr könnt die Fissmann Produkte kennenlernen Denn Fissman macht ja nicht nur eine Werksführung sondern wird auch mehr über die eigene Wärmepumpe Über die Speicher, über ihr Energiemanagement, Photovoltaik, Wallbox und so weiter und sofort erklären, denn sie sind ja einer der weltweit führenden Anbieter für effiziente Heizungenergie- und Klimatechnik.

00:02:59: Und dank Fisman ist das unter anderem überhaupt möglich dieses Event weil ihr könnt euch vorstellen es ein ganz schön großer Aufwand.

00:03:06: außerdem haben wir noch Metrify Deutschlands führendem wettbewerblichen Meshstellenbetreiber fürs Smartmeter auch mit als Partner gewinnen können.

00:03:14: also Sie werden praktisch vor Ort auch nochmal mehr zeigen wie wichtig eigentlich Smartmeters sind was dadurch alles möglich ist und wie sie ein wichtiger Bestandteil der Energiewende sind.

00:03:25: Und ihr könnt natürlich mit uns euch austauschen, wir können uns unterhalten!

00:03:29: Ihr könnt sogar – da gehe ich noch nicht zu weit rein – aber sogar in einer der Folgen sogar Teil der Folge sein indem ihr eure Fragen eurer Input reingebt und das auf die Bühne haut und wir werden dann möglichst kompetent antworten.

00:03:42: Das wird natürlich auch lustig.

00:03:44: also es wird einen voller Tag eine geile Show sag' ich mal.

00:03:50: Also schaut euch das alles an, mehr Infos auf alleswirdstrom.de und sorry ich habe mich so gefreut Felix!

00:03:56: Das wird ein riesengroßes geiles Ding.

00:03:58: ja alle die nicht mit dabei sind wir werden euch das natürlich in mehreren Videos dann sozusagen im Nachhinein nochmal aufbereiten.

00:04:04: dass macht mir so große Freude.

00:04:07: aber jetzt wollen wir uns mal um die heutige Folge Wettmann.

00:04:09: Sorry

00:04:11: So danke Robin Danke ich freue mich auch drauf.

00:04:14: Ich freu mich aber auch auf den heutigen Gast weil ich Thorsten jetzt schon lange online begleite leider noch nie in Personen getroffen.

00:04:21: Wir haben schon ein paar Mal gesagt, wir müssen mal was zusammen machen und ich habe sogar schon überlegt dass wir mit meinem Team tatsächlich nach Afrika fliegen euch dort begleiten wie solche Installationen aufgebaut werden wie das Ganze sowieso überhaupt funktioniert ja vielleicht auch hier im Werk was sie in Europa noch stattgefunden hat da war.

00:04:42: aber die Solarbecken sind da und ich freue mich total draußen dass du heute da bist!

00:04:45: Wir werden da heute bisschen drüber sprechen.

00:04:46: warum?

00:04:46: Vielleicht Dann am Ende doch nicht geklappt hat, wenn wir drüber sprecken.

00:04:50: Und meine erste Frage war wie du eigentlich oder wie ihr auf diese Idee gekommen seid?

00:04:56: Das war ja wirklich eine sehr smarte Idee!

00:05:00: Auch mit Kapital habt ihr eingesammelt, sage ich mal.

00:05:03: Mit Nikrokrediten, dass dieses Geld wieder zurückkommt.

00:05:05: Also es gab auch irgendwie eine Rendite für die Leute, die da investiert haben.

00:05:08: Wenn ich's richtig verstanden habe, kannst du mich auch gerne korrigieren und das war total cool und ist losgegangen!

00:05:13: Und wie kommt man auf so was?

00:05:16: Was hat euch da... Wo habt ihr ein Exempel gesehen und gedacht, Mensch, ist ja logisch klar.

00:05:22: Die Solarmodule sind so gut, da kann man noch Brot mitpacken oder

00:05:25: wie?!

00:05:26: Ja, und das ist eine tatsächlich spannende Geschichte die so öffentlich gar nicht so bekannt ist.

00:05:32: Und zwar habe ich am LMO in München einen Vortrag gehalten zu meinem damaligen anderen Projekt Afrika Green Tech und hab dort eben berichtet wie ich in Kriegsgebieten mit Solarcontainern Fluchtursachen bekämpfe also Strom für Menschen in Dörfern.

00:05:51: und im Publikum saß der Simon Mein Mitgründer.

00:05:57: Und der war dort zu dem Zeitpunkt noch studierend und hatte ein eigenes kleines Hilfsprojekt im Kongo entwickelt, schon drei, vier Jahre zuvor bei dem er um eine Schule zu finanzieren.

00:06:09: Sie haben eine Schule gebaut zusammen mit seinem Freund, der aus dem Kongo stammt und dann hatten sich überlegt okay wie können wir das nachhaltig gestalten?

00:06:17: Schule bauen ist es eine, dass machen viele aber wie können die Lehrer bezahlen?

00:06:21: Und dann hatten sie eben vor Ort geguckt, mit was kann man sozusagen schnell Geld verdienen, kamen dann darauf eine Bäckerei zu öffnen.

00:06:28: Sie haben im Kongo also in der Hauptstadt King Chaser mit ihrem Hilfsverein so einen alten rostigen Container selber geschliffen und sauber gemacht und haben dann gebrauchte Backmaschinen gekauft, haben das Ganze nach King Chasa transportiert und dort angefangen pro Zubacken und Verkaufen um die Lehrer von der Schule zu finanzieren.

00:06:51: So, und das war natürlich ein einmaliges Projekt so richtig mit Nachbarschaft.

00:06:55: Und da kommt aus dem Raum Stuttgart der Simon dann alle mitgemacht und Nachbarn und Freunde.

00:07:02: Das war aber letztendlich kein Geschäftsmodell sondern es war eben ein maliges persönliches Hilfsprojekt.

00:07:08: was auch bis heute noch existiert ist läuft weiter und Simon war dann eben ganz begeistert von der skalierbaren Idee die ich mir den mit meinen Solarkonten an hatte.

00:07:18: weil eine große Eine bittere Pille, die du ja auch oft schon thematisiert hast Felix ist eben das Thema Diesel-Generator.

00:07:27: Das heißt seine kleine Bäckerei in King Chaser wurde mit einem Dieselgenerator betrieben.

00:07:32: Also damit wurde Strom erzeugt weil das Stromnetz selbst in der Hauptstadt ständig zusammenbrach und das fand er eben super faszinierend und kam dann eben nach der Veranstaltung zu mir und sagte Du isst es den Grundsätzlich möglich dass ich meinen Container da mit Solarmodulen ausstatte?

00:07:49: Und das ist natürlich nicht so einfach, wie man es von außen oft denkt.

00:07:53: Aber da an dem Abend entstand dann tatsächlich in einer Kneipe die Idee seine Idee eine Bäckerei im Container zu betreiben mit meiner Expertise Solartechnik zu kombinieren.

00:08:08: und ein paar Tage später sind wir dann zusammen zum Notar und haben gesagt, komm wir gründen das Baby!

00:08:15: Cool, und ihr habt euch gleich so gut verstanden.

00:08:17: Das ging an Ratzi Fazi wenn ich es richtig weiß.

00:08:21: Die Menschen um mich mal ein bisschen abzuholen haben in vielen Regen In Afrika ist ja keine stabile Infrastruktur.

00:08:28: also gerade auch gesagt das ist auch gerade jetzt ein Problem wo die der Diesel so teuer geworden ist Benzin so teurer geworden ist dass da teilweise überhaupt noch nicht mehr die Notstrom-Aggregate befüllt werden können so gefühlt Und das ist eigentlich jetzt die Chance.

00:08:44: Die Entwicklung in Afrika auch in den letzten Monaten, in den vergangenen Jahren war gigantisch.

00:08:48: Also es gibt keine Region der Welt oder keinen Kontinent der Welt wo Photovoltaik so stark gewachsen ist.

00:08:55: außerhalb vielleicht noch China wo man sagen muss das auch stark gewachsen.

00:09:00: aber weil die Preise so gefallen sind ist Afrika gerade auf einem unfassbaren Weg.

00:09:05: Das haben viele hier in der westlichen Welt auch gar nicht auf dem Schirm, also dass ja die Bedingungen für Photovoltaik-Einstrahlung dort deutlich deutlich besser sind als auch bei uns und natürlich haben sie auch viel Wind.

00:09:17: aber PhotovOLTAIK ist eigentlich das Ding weil von morgens bis abends dort die Sonne soviel liefert, dass tatsächlich sogar solche Solarbeckereien betrieben werden können.

00:09:28: Find das eigentlich total Wahnsinn.

00:09:31: Vor allen Dingen sieht man dann ja auch, dass es funktioniert und das geht ja wahrscheinlich auch in alle Lebensbereiche der Menschen rein.

00:09:38: und wenn du die fit machst, das ist wahrscheinlich ein großes Problem mit der ganzen Technik.

00:09:44: Du musst ja die Menschen wahrscheinlich ausbilden oder?

00:09:47: Wir hatten jetzt gerade von Welfare den Wehrhießer.

00:09:55: Wir wollten die Leute ausbilden, damit sie vor Ort diese Sachen auch weiter betreiben können.

00:09:59: Florian

00:10:00: König.

00:10:01: Genau, Florian.

00:10:03: Ihr habt das ja ähnlich oder ihr wolltet es ja auch ähnlich machen.

00:10:06: aber du hast eben gerade schon gesagt technisch ist das wahrscheinlich gar nicht so trivial.

00:10:10: wo der Wollteig ist Gleichstrom dann hast du Batterien wahrscheinlich noch irgendwie dazu.

00:10:14: Das alles läuft aber mit Wechselstrom die Geräte wahrscheinlich meistens.

00:10:19: Der kennst du mal ein bisschen was

00:10:20: Genau, weil das wäre jetzt auch meine Frage.

00:10:22: So wie muss man sich das jetzt eigentlich genau vorstellen?

00:10:24: Also wie funktioniert das technisch?

00:10:26: Wie viel Photovoltaik, Batteriespeicher, wieviel Brot kann man produzieren?

00:10:29: Vielleicht kannst du uns da mal so ein bisschen einen Eindruck geben damit wir uns das jetzt mal ein bisschen plastisch vorstellen können, wie eine Solar Bakery denn aussehen kann oder ausgesehen hat.

00:10:40: Sehr sehr gerne!

00:10:42: Tatsächlich, du hast es schon auch mal vielleicht mal ganz kurz zu dem was Felix gesagt hat.

00:10:45: Also nach meiner Einschätzung steht der afrikanische Kontinent aus die fifty-fünfzig Länder, die wir dort haben vor einem gigantischen Boom.

00:10:54: also das hat noch gar nicht angefangen das Potenzial weil es dort eben ja ungefähr sechs bis sieben Prozent momentan gibt an tatsächlichem Stromabdeckung durch Solar.

00:11:06: Das wird fast alles noch mit Gas und mit Kohle erzeugt Und die Strukturen sind ja auch gar nicht da.

00:11:14: Also wir haben ganz schlechte Netze, teilweise uralte Netze noch aus der Kolonialzeit und es gibt das auch einen riesigen Investitionsstau und diese Staaten haben ja gleichzeitig oft nicht die Bonität um da jetzt einfach Kriter am Markt aufzunehmen oder eben nur zu horrend hohen Zinsen.

00:11:30: und dass ist eine Hemmnis warum das noch nicht flächendeckend funktioniert.

00:11:35: aber gibt es tatsächlich einen sogenannten Leapfrog.

00:11:37: Das kann man an vielen Orten sehen, weil er sich eben jetzt auch mittlerweile rechnet insbesondere durch die Speicherentwicklung.

00:11:44: Also diese Lücke gibt das natürlich auf einem sonnenreichen Kontinent wie dem Kontinent Afrika.

00:11:51: Du hast recht Felix also die Sonneneinstrahlung ist deutlich höher an manchen Orten ungefähr doppelt so hoch wie in Deutschland wenn man das vergleicht.

00:12:00: du hast viel mehr Energieausbeute aus einem Modul Aber trotzdem hast du natürlich die Nachtperiode.

00:12:07: Und das ist letztendlich das große Thema, man könnte dezentral denken dann brauchst du aber eben Speicher oder Speichersysteme.

00:12:17: und dass es dann auch gleichzeitig die Überleutung für uns wenn wir auf die Bäckerei gucken Brot wird in der Regel nachts gebacken und muss dann eben früh morgens zur Verfügung stehen und das sind auch in den Ländern in denen wir tätig sind ähnlich Und das war die eigentliche Herausforderung.

00:12:36: Also, die Solarmodule so durch Speichersysteme und sehr effiziente Prozesse zu begleiten, dass es uns gelingt morgens frisches Brot auszuliefern oder zur Verfügung zu stellen.

00:12:51: Jetzt vielleicht nochmal zu dem technischen Aspekt also... Die Bug Expertise brachte Simon mit an Bord.

00:12:58: der hatte sozusagen drei vier Jahre schon in einem Container was eine sehr enge Atmosphäre ist, wird auch sehr heiß da drin.

00:13:06: Eben schon Erfahrungen mit Broten, hauptsächlich mit Baggets und ich hatte eben zu dem Zeitpunkt schon fast sechs Jahre Expertise aus den Betreiben von autarken Off-grid Netzen.

00:13:19: weil darum geht es unsere Systeme sind sozusagen nicht netzgebunden.

00:13:24: wir müssen also schwarzstromfähig sein.

00:13:28: die Anlage hat praktisch keine netzbindende Frequenz Und das ist die große Herausforderung bei dem System.

00:13:34: Das heißt, es können nicht so viele Anbieter auf der technischen Seite und deswegen sind wir sehr früh – also ich mit meiner Technik, mit SMA und mit Testvolt zusammengegangen, da sind zwei deutsche sehr bekannte Unternehmen – SMA auch lange Weltmarktführer für Wechselrichter und Testvolt eben Gewerbespeicheranbietern.

00:13:58: Testvolt habe ich mal besucht in der Fabrik sogar.

00:14:00: Genau.

00:14:01: Und ich kenne Simon sehr lange noch aus der Frühzeit, also wo das Unternehmen Test Vault selber ein kleines Start-up war und wir haben damals sehr früh miteinander angefangen zu arbeiten.

00:14:12: Also schon im Jahr zwei Tausend vierzehn haben wir die ersten Speichersysteme in Container nach nach Afrika gebracht und in der Zeit haben wir sehr viel gelernt.

00:14:21: Beide Unternehmen und Test Vault hat sich dann sehr erfolgreich entwickelt und eine grandiose Unternehmensgeschichte hingelegt Und wir hatten halt vor Ort Herausforderungen, weil die Speicher, da kommen jetzt zu dem konkreten technischen Problem.

00:14:35: Die Litzungsspeicher, die wir einsetzen, muss man eben kühlen.

00:14:40: Also sie können in so einem Container werden, die sehr heiß durch die sehr hohen Außentemperaturen, die ihr ja euch vorstellen könnt.

00:14:50: Wir hatten in Deutschland gerade eine kleine Vorstellung In vielen Regionen Afrika, Sub-Sauberafrikas kannst du einfach nochmal zehn, fünfzehn Grad obendrauf packen.

00:14:58: Also wir haben da regelmäßig Temperaturen über fünfzig Grad.

00:15:02: und die Speichersysteme, aber auch die Elektronik von den Wechselrichtern, die dekradiert eben exponentiell.

00:15:09: Das heißt pro Grad über zum Beispiel fünfzwanzig sechsundzwanziger Grad Betriebstemperatur dekratieren die Speicher eben extrem.

00:15:19: also wenn die permanent bei vierzig Grad laufen zum Beispiel dann sind sie nach zwei Jahren kaputt.

00:15:25: Und das war die technische große Herausforderung, die ich schon seit zehn, fünfzehn Jahren jetzt mittlerweile habe.

00:15:31: Deswegen haben wir eben angefangen, die Betriebsräume so zu entwerfen dass sie eigentlich wie begehbare Kühlschränke sind.

00:15:40: Also da sind dann Klimaspitgeräte, die hocheffizient sind immer auch mit einem Backup.

00:15:46: und das ist eigentlich die große Technik herausfordernd Die Speicher-und die Elektronik zu schützen vor Staubdreck und Hitze.

00:15:55: Und wenn du es hingekriegt hast, das ist mir da gelungen durch meine Erfahrung auch in den Dörfern.

00:16:02: Dann kommst du zu den eigentlichen Herausforderungen von Rotbacken.

00:16:07: und da gibt es eben... Du hast drei Temperaturzonen in so einer Bäckerei weil du musst ja auch den Teig gären lassen also du hast praktisch einen Kühlraum.

00:16:17: gleichzeitig hast du den Platz wo der Ofen sehr viel Wärme erzeugt.

00:16:22: Teig geknetet wird, gerollt wird.

00:16:25: Da musst du eine Arbeitstemperatur schaffen für die Leute, dass sie da nicht sozusagen den Hitze torscht haben.

00:16:31: und das sind die eigentlichen Herausforderungen, dass alles in so einer kleinen Fläche mit unterschiedlichen Temperaturzonen zu gewährleisten.

00:16:39: Aber das man denkt erstmal hier Solarnlage ein bisschen speichern gut ist aber allein schon diese Inselfähigkeit und dann auch noch eben diese Kühlung im Griff hat Das sind ja so Dinge, an die denkt man am Anfang wahrscheinlich gar nicht erst mal dran.

00:16:53: Das ist eine größere Herausforderung vielleicht als man vermutet?

00:16:56: Ja und was natürlich auch oftmals leider durch verschiedene Medien immer sehr vereinfacht dargestellt wurde in meinen ganzen Projekten, ist irgendwie so ein Container.

00:17:09: Wir haben alle unsere Container tatsächlich von Grund auf selbst gebaut.

00:17:12: das heißt es sind keine handelsüblichen Blechbüchsen, die jetzt vom Lkw runter nehmen jetzt mal ein paar Module drauf, sondern das sind richtig komplexe Anlagen.

00:17:23: Ich habe das in der Vergangenheit gerne mit Transformers verglichen.

00:17:28: Wenn du so einen Lkw siehst wird dann eben so ein Roboter da draußen mit ganz vielen Funktionen.

00:17:34: genauso ist es eigentlich auch mit den Anlagen.

00:17:35: also die Solar Bakery ist eine hoch komplexische Anlage die zwar aussieht wie ein Container aber letztendlich ist der ganze strukturelle Bau von diesen Containern auch statischen Herausforderungen.

00:17:51: Wir haben ja große Fenster da drinnen, wir haben Türen und eben die verschiedenen Temperaturen.

00:17:55: Das heißt, wir bauen diese Container oder haben sie bisher komplett selbst gebaut.

00:18:00: Auch alle Prototypen sind wirklich von Ingenieuren mit Flex- und Schweißapparat Einzelstücke sozusagen kann man sagen.

00:18:10: Und das war oft bei einem anderen Projekt so.

00:18:14: individuell gefertigte einzustücken.

00:18:16: Also ich kann auch nur empfehlen, mal die Fotos online anzuschauen.

00:18:19: Immer mal wieder kommen zurecht hier Kritiken, ey blendet doch mal was ein bei PVT oder der Folge und so weiter.

00:18:27: aber es hören sich auch ganz viele den Podcast eben auch nur an und sehen das dann nicht.

00:18:31: und die wollen wir jetzt nicht ausschließen.

00:18:33: Aber hey, ich motiviere euch Solar Bakery einfach mal in eure Suchmaschine eurer Wahl oder so einzutippen.

00:18:39: da kommen ganz viele Bilder, Fotos, Impressionen raus.

00:18:42: Ich habe's gerade im Hintergrund offen.

00:18:44: Das ist schon beeindruckend.

00:18:46: macht das ruhig mal nach der Folge.

00:18:49: Und jetzt also eine Frage, ihr habt was eben so gesagt?

00:18:52: Na ja die Ausbeute ist besser aber es ist tatsächlich fast das Doppelte.

00:18:56: Also wenn wir hier unseren Breitenkarten haben auf einen KB Peak ungefähr Achthundert bis tausend zweihundert Kilowattstunden.

00:19:04: Auf einen KWP kommt da raus und in Afrika kommt ein bisschen darauf an natürlich wo, aber da ist das Tausend Zweihundert- bis Zweitausend Kilowattsstunden.

00:19:13: Also das ist

00:19:14: diese

00:19:15: viel Strom.

00:19:16: Da hast du eigentlich gar nicht das Problem Dass du zu viel Strom oder zu wenig Strom bekommst Sondern eher das Problem.

00:19:22: hast Du gerade gesagt dass das so die Speicherung heißt.

00:19:24: Und technisch jetzt nochmal eben weil es mich einfach interessiert So'n Ofen So ein Backofen.

00:19:32: Der zieht ja richtig Energie, also das muss richtig warm werden, richtig heiß werden.

00:19:37: Das heißt da sind nicht irgendwie fünfhundert Watt wie beim Toaster sondern wahrscheinlich eher... Da bist du wahrscheinlich eher im Bereich von Ja, weiß ich nicht.

00:19:45: Zehn, zwanzig KW wo du wirklich Power geben kannst kommt natürlich auch drauf an wie groß die der Container dann ist oder wie viel Brot da auf einmal gleich gebacken werden kann.

00:19:57: was über was für Leistung sprechen wir da und wie viel groß ist denn so ein Solar Container von dir gewesen?

00:20:02: Wie viel Solar hat denn da draufgepasst und welche Batterien?

00:20:08: Was braucht man denn dafür?

00:20:09: Wie viele Kilowattstunden eigentlich.

00:20:11: Ja, wir gehen natürlich jetzt auch in Betriebsgeheimnisse aber ich versuche mal möglichst viel zu erzählen ohne zu viel.

00:20:17: Du musst nichts Geheimes verraten einfach nur... Das war's für dich okay!

00:20:21: Ist

00:20:22: absolut richtige Frage.

00:20:23: also der Vergleich mit dem Toaster ist ja gut.

00:20:26: Vielleicht noch ein Hinweis zur vorherigen Frage Felix.

00:20:28: Mit der Stromeinstrahlung du hast einen ganz wichtigen anderen Aspekt.

00:20:32: zumindest in den Breitengraden wo wir unterwegs sind bist du sehr nah am Equator.

00:20:36: Das heißt, du hast viel länger Tageslicht.

00:20:41: Und das ist eben für solche prozessbezogenen Projekte wie die Meinigen noch mal der entscheidende Faktor.

00:20:48: wenn du eins zwei Stunden mehr oder länger... und auch

00:20:51: immer die gleiche Zeit.

00:20:52: Es verschiebt sich kaum.

00:20:54: Also es ist immer morgens um sechs bis abends um sechs so nie sowie hier halb vier Uhr morgens und dann oder halb fünf Uhr morgens und dann im Winter ist dann erst halb neun richtig hell und so.

00:21:05: Also

00:21:05: das ist ein wichtiger Aspekt für alle die Projekte vorhaben, die mit Solar betrieben werden sollen.

00:21:12: Das ist nochmal ein ganz wichtiger Aspekten also die Betriebszeiten.

00:21:14: Aber zurück zu deiner eigentlichen Frage bei dem Ofen.

00:21:17: Mit dem Toaster war ein wunderschönes Beispiel, musste ich lächeln weil es technisch ja auch ähnlich funktioniert aber die fünfhundert Watt waren gut.

00:21:25: Wir haben Öfen, die ungefähr sieben und dreißig tausend Watt haben.

00:21:30: Bittes!

00:21:31: Sieben und Dreißig KW, ne?

00:21:32: Also das sind die Leistungen von so einem Ofen Und interessanterweise ist das ganz ähnlich wie der Stromverbrauch eines ganzen Dorfes in dieser Region, in der ich gearbeitet habe, also dem Sahel.

00:21:46: Weil das muss man eben auch... Die Frage werden wir vielleicht heute noch ein bisschen erörtern weil sie super, super spannend ist.

00:21:53: Das was braucht denn einen Mensch in einer solchen Region oder der im Dorf wohnt überhaupt an Energie und wofür?

00:22:00: Also heute hat ja so ein Mensch, der in einem Dorf lebt An vorher kein Strom hatte, der schaffte ja keine Geschirrspülmaschine, Wäschetrockner und Weißmaschine an.

00:22:10: Sondern er hat ganz andere Bedürfnisse als Menschen in technisch hochentwickelten Ländern mit großen Stromnetzen.

00:22:18: Und das ist eben auch ein ganz wichtiger Faktor im Projekt.

00:22:21: Das heißt so einen Ofen würde normalerweise in einem Off-Grid-Environment – was ist die deutsche Wort?

00:22:29: In einer Umgebung letztendlich gar nicht angeschafft werden.

00:22:33: Also wenn man in so einem Dorf normalerweise Brot backt, dann macht man das mit einem Holzkohle-Steinofen und macht da irgendwelche Fladen.

00:22:42: Und es ist alles sehr einfach!

00:22:45: Die Technisierung mit so einem Hochleistungsofen hat den großen Vorteil, dass du industrinah rotbacken kannst – und das verändern natürlich auch erheblich die Kosten.

00:22:58: Zurück zu der technischen Frage des Ofens….

00:23:01: Also die siebenunddreißig KW, die brauchen wir sozusagen an Nennleistung.

00:23:05: Das ist eine

00:23:05: Herausforderung für die Batterien oder?

00:23:07: Ganz

00:23:07: genau!

00:23:08: Das waren die großen... Oder das sind bis heute die großen technische Herausforderungen im Projekt.

00:23:14: Du brauchst also in der Solaranlage, die richtig Wumms hat.

00:23:18: Oder Doppelbums, ja ich glaube sehr politisch.

00:23:22: Kleiner kleine Pointe am Rande.

00:23:25: aber tatsächlich ist genau das Thema.

00:23:26: Die Wechselrichterleistung so auszulegen dass es eben Drei phasigen Strom mit Vierhundert Volt liefert.

00:23:34: Das ist das, was so ein Ofen braucht und dass es eben ganz etwas anderes als die Solaranwendungen, die man ansonsten aus Afrika kennt über die kleinen Homesolar-Systeme, die dann eben einphasig oftmals nur Gleichstrom liefern um dann eben eine Licht oder Radio oder Fernseher oder irgendwas zu betreiben.

00:23:54: Du brauchst hier richtig Industriestrom in einer Offgrid schwarz-stromfähigen Umgebung und das ist eigentlich die große technische Herausforderung, die wir aber jetzt mittlerweile im Griff haben.

00:24:07: Das ist möglich, es hat aber auch Jahre gedauert viele, viele Tests und das eigentliche Geheimnis ist dann eben gar nicht nur die Stromleistung sondern die Prozesse des Backens.

00:24:23: also wann braucht der Ofen wie viel Energie?

00:24:27: um welches Backergebnis zu erzeugen.

00:24:29: Und das eben, eigentlich ist es eine Prozesskette die wir entwickelt haben oder designt haben für dieses Solarebacken.

00:24:38: Das macht eigentlich die Bakery aus.

00:24:40: Genau jetzt klingt das ja alles extrem technisch herausfordern um dieses Brot nachher zu backen.

00:24:47: Deswegen jetzt nochmal einfach mal, warum habt ihr euch denn dann für eine Bäckerei entschieden?

00:24:52: Also man hätte ja auch sage ich mal irgendwas anderes machen können mit dem man vielleicht irgendwie mit Essen unterstützt, um das jetzt mal so ganz plump zu sagen.

00:25:00: Ja tatsächlich war es auch im Kern das große Thema zwischen meinem Mitgründern und mir.

00:25:06: Das war so ein Dauerdebatte, kein Konflikt aber eben ein thematisches Thema.

00:25:14: Ich hatte ja durch mein anderes Projekt verschiedene SDGs, also Sustainable Development Goals der Veränderung adressiert.

00:25:24: Und da ging es hauptsächlich eben um das Versorgen von Menschen mit Basisinfrastruktur.

00:25:29: Aber das Thema Zero Hunger, also das SDG-I was sozusagen die Königsdisziplin ist der Nachhaltigkeitsziel.

00:25:37: aber ich weiß nicht wie weit die Leute da so eure energielastigen Hörer mit dem Thema schon beschäftigt haben, aber dass heute diese heutigen siebzehn Nachhaltigkeitsziele aus dem Zero-Hunger-Programm entstanden.

00:25:50: Was sozusagen zwanzig Jahre zuvor von den Vereinten Nationen entwickelt haben wurde um den Hunger auf der Welt zu halbieren also die ganzen Nachhaltigkeit Ziele die wir heute auch in vielen Staaten und vielen politischen Programmen verwenden sind entstanden aus dem Wunsch der Vereintene Nationen den Hunger zu halbirn und dann später ganz zu bekämpfen.

00:26:12: Also Zero Hunger STG-I ist sozusagen Art Königsdisziplin oder Champions League für Leute, die sich mit Entwicklungszusammenheit beschäftigen.

00:26:20: Und das hat mich getrieben!

00:26:22: Das hat mir noch gefehlt in meinem Portfolio der STGs und deswegen habe ich Simone sehr stark dazu getrennt, die Solar Bakery eben für diesen ländlichen Raum zu entwickeln wo wir dann all diese Herausforderungen haben, die ihr gerade beschrieben habt.

00:26:38: Also Simon hatte durchaus immer wieder in der Phase, wo wir das zusammen aufgebaut haben auch die Idee eine Art Imbiskette draus zu machen oder Starbucks.

00:26:50: Das mehr Fancy zu entwickeln und ich habe es halt sehr stark in diese Region getrieben, wo jetzt ja auch noch tätig sind also im Saell.

00:27:01: Und das kommt bei mir persönlich historisch aus meiner Ehe mit einer Frau aus Mali Und mich treibt das halt seit, ja mittlerweile zwei Jahrzehnten um.

00:27:11: Wie es dort den Menschen geht und wie kann ich deren Lebensumstände verbessern?

00:27:15: Und all meine Projekte die ich gemacht habe bisher sind eigentlich...

00:27:19: Man hätte jetzt auch eine elektrische Küchenstudio machen können.

00:27:22: Ich sage jetzt einmal mal irgendwas aber Brot muss dann schon irgendwie besonders lange haltbar kann gut transportiert werden oder hat besondere Nährwerte oder gibt's da einen?

00:27:38: Also der Einzusammenhang ist die Brotkultur in diesen Ländern, in denen wir zur Zeit tätig sind.

00:27:45: Ich will das bewusst auch thematisieren und wir können es gerne noch gesprochen.

00:27:50: Das ist ein postkoloniales Erbe der französischen Kolonialisierung des Westen Afrikas und betrifft ungefähr zehn zwölf dreizehn Länder überwiegend französe sprachige Länder, die eben ursprünglich von Frankreich mal kolonialisiert wurden.

00:28:06: und das Baguette, aber auch andere Brot-Sorten sind jetzt endlich ein Koloniales Erbe.

00:28:14: Deswegen auch absolut nicht kritiklos oder wir haben oft in der Anfangsphase unseres Startups Kommentare bekommen ja hier.

00:28:24: ihr fördert sozusagen postkoloniale Strukturen indem ihr dieses blöde Weißbrot backt.

00:28:30: Tatsächlich ist es eben in diesen Regionen ist Baguett Also Weißbrot ein echtes Grundnahrungsmittel.

00:28:39: Das ist die Basis für ganz viele durchaus auch mit der Armut verbundenen Nahrungsmitteln, also in unserem Fall jetzt wo wir gerade momentan arbeiten ist hier im Senegal und im Senugal ist das Baguette eben ein... Ist das das Brot was die Kinder mit in die Schule nehmen?

00:29:00: Ist aber auch für die Tagelöhner die auf die Baustellen fahren eben ihr Hauptessen.

00:29:08: So ist die kaufen morgens ein Baguette, es wird dann aufgeschnitten und dann kommt da zum Beispiel Fisch mit rein oder eben auch Gemüse Tomaten Hühnchen was gerade der Händler hat und da entstehen eben diese Sandwiches.

00:29:24: das siehst du also ganz morgens.

00:29:25: wenn die Tagelöhner an der Straße stehen um auf die Arbeit zu fahren haben alle dieses dieses Baguette mit Zeitungspapier umschlagen in der Hand.

00:29:34: Das ist also wirklich ein Grundnahrungsmittel und diesen Markt wollen wir auch vorderkündig bedienen, also da fokussieren wir uns mit Solar Bakery drauf und wollen dann aus dem Projekt heraus die Qualität, also die gesundheitlichen Aspekte aber eben auch das lokale Sourcing entwickeln.

00:29:55: Also wir arbeiten aktiv momentan mit dem Ernährungsmittel-Institut im Seneca zusammen, mit alten Getreidesorten zu arbeiten.

00:30:04: Neue Rezepturen zu entwickeln und auch wieder ursprünglich die klassische Brote auf den Markt zu bringen, die es vor der Kolonialisierung gab.

00:30:14: Das ist ein ganz spannendes Thema sehr vielschichtig.

00:30:17: Könnten wir auch eine eigene Podcastfolge drüber machen aber ich will jetzt nicht so sehr in die Nahrungsmittelkette einsteigen.

00:30:24: Aber tatsächlich Common Sense werden viele Millionen Baguettes jeden Tag gebacken und wir positionieren es mit Solar Bakery eben jetzt erstmal in diesem, sag ich mal gelernten Markt der im Übrigen auf letzter Satz reguliert ist.

00:30:40: Also der Brot ist ein Politikum.

00:30:42: da stürzen Regierungen in Afrika drum.

00:30:44: also wenn der Brottpreis verändert wird und er ist eben auch gedeckelt für einen Standard Baguette.

00:30:50: Es hat dann so umso viel Kramm, so um so viel Nährwerte und kostet eben dreiundzwanzig Euro Cent pro Stück, das ist fest reguliert.

00:30:58: Ah ok und ihr müsst sozusagen mit euren Kosten dann da drunter bleiben um noch ein bisschen Geld zu verdienen.

00:31:03: am Ende des Tages?

00:31:04: So

00:31:04: ist es!

00:31:05: Und daraus ergibt sich dann spannenderweise großes Thema alles wird Strom.

00:31:11: eben die Frage warum sind wir auf Sicht günstiger als die anderen Bäckereien?

00:31:18: und hier ergibt auf der kalkulativen Ebene, betriebswirtschaftlich eine Einsparung von dreißig Prozent auf ein Baguette gerechnet durch den Umstand das wir eben mit Solarstrom backen und nicht mit fossilen Brennstoffen.

00:31:36: Da wird dann im Prinzip der Schuh draus, den Zusammenhang verstehen viele nicht weil wir hier in Deutschland reinweise Bäckereien pleite gehen sehen wegen der hohen Stromkosten ja?

00:31:49: Wir sind sozusagen auf der anderen Seite der Entwicklungsleiste.

00:31:55: Wir haben praktisch ausschließlich Wettbewerber, die entweder mit Dieselgeneratoren oder mit Gasölfen arbeiten und die eben den Brennstoff – wie wir alle wissen, er wird auch teurer – einkaufen müssen.

00:32:07: Und so sind fast die Hälfte der Betriebskosten eigentlich die Energiekosten.

00:32:12: umso ein Prozupacken

00:32:14: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:32:16: Da muss ich jetzt mal fragen.

00:32:18: Ich stelle da ja ein Container hin, ich schippe den dahin.

00:32:22: Der ist vorgefertigt wahrscheinlich irgendwo in Deutschland oder Europa und dann ist es eine komplexe Technik.

00:32:29: Da währt sich auf so einem Dorf oder was wird sich die wenigsten überhaupt mit Strom befasst haben wahrscheinlich.

00:32:37: Da laufen nicht an jeder Ecke Ingenieure rum, die Elektro-Technik studiert haben.

00:32:42: wie.

00:32:43: Also ich stelle mir vor, müsst ihr da nicht auch vor Ort dann die Leute tatsächlich ausbilden?

00:32:49: oder du brauchst so ein ja weiß ich nicht zwei drei leute die du da in Verantwortung auch nimmst.

00:32:54: sag hey pass mal auf.

00:32:55: Du wirst hier irgendwie beteiligt oder du führst den Laden hier.

00:33:01: Du kriegst auch eine irgendwie.

00:33:02: du kannst damit dein Lebensunterhalt bestreiten aber du musst dich in diese Technik einarbeiten.

00:33:05: oder wir dich damit wenn wir mal nicht mehr da sind oder wenn irgendwas ist das dann nicht jedes Mal jemand von Deutschland dahin fliegen muss und da musst du reparieren, weil es kann ja mal sonst sechs Wochen dauern.

00:33:16: Und der kann in der Zeit nicht produzieren.

00:33:19: Ja also das ist ein großes Problem In der Projektentwicklung.

00:33:24: was Du ansprichst.

00:33:27: aber

00:33:28: Da gibt's wenn wir später noch zu den Themen kommen wie Das hier Herausforderungen sind.

00:33:33: bei der Umsetzung Kann ich da nochmal detailliert bisschen erzählen.

00:33:37: Wir haben Aber um dass Von vorne rein zu adressieren, schon von Tag eins eben an einem eigenen Ausbildungszentrum gearbeitet.

00:33:45: Wir haben im Senegal ein Ausbildung-Zentrum.

00:33:48: das ist auch kein Container sondern ein Gebäude und da bilden wir unsere Leute selber aus.

00:33:55: In meinem anderen...

00:33:56: Erzähl doch direkt gleich auch von der Herausforderung.

00:33:59: Kannst gleich darüber gehen?

00:34:01: Also eine große Herausforderung war tatsächlich die Betriebsgenewigung oder es ist bis heute Die, ihr müsst euch vorstellen das ist also ähnlich bürokratisch wie man es auch in Deutschland sich vorstellen kann.

00:34:16: Also einen Lebensmittelbetrieb aufzubauen hat in unserem Fall zwölf behördliche Involvierungen zufolge.

00:34:26: Also von Umweltbehörde Feuerwehr Polizei alle mögliche Hygiene und die haben natürlich jetzt seit Fünfzig, sechszig Jahren kennen die eigentlich nur einen Framework und das ist eine Bäckerei hat entweder ein Dieselgenerator oder wird mit Fuel also mit Gas betrieben.

00:34:47: Und das ist interessanterweise im Senegal auch wenn man so ist es auch in anderen Nachbarländern dass es eben zum Teil Steuersubventioniert.

00:34:57: Also der Betriebsstoff für die Öfen wird sozusagen z.B von der Umsatzsteuer befreit damit die Leute überhaupt den Zielpreis erhalten können.

00:35:09: So und jetzt kennen die ganzen Behörden, wenn die natürlich da kommen, dann kommt da so ein VW-Bus voller Mitarbeitenden, die hier ihre Kontrolle durchführen.

00:35:19: Und dann suchen sie erst mal ja wo ist dein Brennstoff?

00:35:22: Also wo lagerst du deinen Diesel?

00:35:24: Wo ist deine Ofen?

00:35:26: Das gibt es ja alles bei uns nicht!

00:35:29: Wir hatten am Anfang nur fast drei Jahre – wir haben's jetzt gelöst aber Wir haben drei Jahre lang die Herausforderung gehabt, dass wir keine Betriebsgenehmigungen bekommen haben für eine Solar Bakery.

00:35:42: Also der Herausforderung war es schlicht keinen Prozess dafür gab.

00:35:48: Ich

00:35:48: hätte jetzt mit viel gerechnet aber bestimmt nicht damit.

00:35:51: Das soll sich mal einer noch über die deutsche Bürokratie beschweren.

00:35:56: Nein, nicht nur das!

00:35:57: Die Herausforderung hättest du voraussichtlich auch in Deutschland wenn es diese Historie gäbe.

00:36:02: Aber du hast eben dort eben einfach keine Betriebe.

00:36:07: Es kennt einfach niemand, die so aufgebaut sind und es haben wir auch unterschätzt also in der frühen Phase von dem Start-up dass das ein Thema wird weil wir dachten wie du vielleicht auch leidendhaft hey das wird ja schon kein Thema.

00:36:23: kommt halt einer macht sein Stempel drauf und guckt mal ob das Ding angeht oder nicht aber diese ganzen Brandschutzvorschriften und so weiter.

00:36:32: Das mussten jetzt alles erst praktisch generieren, dass wir mussten für die Regierung eigentlich ein Konzept vorstellen warum eben so eine Bäckerei auch in einem Wohngebiet stehen dürfte ja und eben nicht die Batterie nicht abfackelt.

00:36:48: das heißt die ganzen Datenplätter haben wir jetzt praktisch erstellt den französischer Sprache haben das eben eingereicht und es ist uns jetzt zum Glück gelungen weltweit erstmaligen Afrika eine Betriebsgenehmigung für einen Pilotprojekt-Testbetrieb zu bekommen.

00:37:07: Und da musst du dir das Schelze richtig vor, Toilettenhäuschen Mann und Frau getrennt usw.

00:37:13: Das war die eigentliche Herausforderung der letzten zwei Jahre also vor Ort und das ist uns jetzt eben gelungen und damit können wir auch in diese Skalierungsthematik reingehen Und da werden vermutlich auch andere Projekte von profitieren.

00:37:30: Es ist oft so in meiner Historie gewesen, dass wir die Ersten waren, die da aufs Feld gerannt sind und haben uns dann auch blutige Nasen geholt und am Ende haben sie Leute an diese Systeme kopiert oder nachgebaut, nachdem Sie wussten was eben geht und was nicht geht.

00:37:47: Ähnliches ist jetzt auch mit der Solar Bakery her.

00:37:51: Du hast das gerade mal angesprochen einer zuverlässigen Energieinfrastruktur.

00:38:00: Kannst du uns vielleicht mal so ein paar Beispiele geben, weil du das Kalt gesagt hast in Deutschland wir diskutieren darüber über dreißig oder fünfundreißig Cent Zahlen für Strom?

00:38:09: In Afrika sieht es nicht so aus.

00:38:10: also ist er sozusagen wenn der Strom da ist, ist eine gute, also da im Senegal oder Portugiers da, was da ist ja wahrscheinlich so dass teilweise man sich freut wenn überhaupt dann Strom ein paar Stunden da ist oder noch einmal wieder weg und das geht ja Auch für so eine Kühlung geht das ja gar nicht.

00:38:29: Also du kannst ja nicht einfach mal vier Stunden das Ding heiß werden lassen, dann ist es so heiß und Container, ich weiß nicht wie gut der getämmt ist aber ... Der wird da nicht lang kühl bleiben sag' ich mal.

00:38:40: Hat das... Aber es spreizt sich dann auch so dass so ein anderer Bereich aus, dass da Leute bei euch gearbeitet oder arbeiten die das machen und wo dann merkst okay guck mal hier springt so bisschen der Funke über Strom vom Muslimodul funktioniert.

00:38:57: Damit können die ja mit einer Batterienkombination viele Sachen betreiben, unter anderem auch Klimaanlagen

00:39:02: etc.,

00:39:04: dass ihr da auch so ein Stück weit... wie sagt man?

00:39:07: So Informationswissensverbreitung betreibt wahrscheinlich.

00:39:13: und jetzt nochmal zurück zu der Frage, die ich vorhin gestellt habe.

00:39:15: Ihr habt dann auch so einen Schulungszentrum.

00:39:20: Die Jungs und Mädels, die das dann betreiben, die wachsen ja nicht auf Bäumen.

00:39:23: Und der muss da auch bleiben!

00:39:25: Also so ein junger Mensch... Ich weiß nicht ob er in dem Dorf oder in der Container steht, ob er dann sagt, die nächsten dreißig Jahre bleibe ich jetzt hier?

00:39:33: Der geht ja irgendwann mal weg oder hat vielleicht noch plötzlich andere Lebenspläne.

00:39:38: Wie ist das?

00:39:39: Wie muss man sich das vorstellen?

00:39:40: Also einmal diese Energieinfrastruktur wie schlecht ist sie und wie macht ihr das?

00:39:46: Dass Sie sich darum kümmern?

00:39:48: Ja, da sind drei sehr spannende Fragen.

00:39:50: Also vorweggeschickt – ich bin ja tatsächlich mal zwanzig Jahre als Solarpioniere in diesem Markt unterwegs und habe da auch sehr viele Phasen erlebt, in denen das sich verändert hat, was du auch zu Recht beschreibst.

00:40:06: Es gab eine Phase so zwischen dem Jahr zwei Tausend Fünfzehn und zwei Tausten Achtzehn bei der ich wirklich zu kämpfen hatte, auch in anderen Projekten Menschen davon zu überzeugen, dass Solar-Technologie schlicht funktioniert.

00:40:21: Das lag unter anderem daran...

00:40:23: Das haben wir ja noch hier jetzt manchmal.

00:40:25: Ja,

00:40:28: absolut!

00:40:28: Also das hat vielleicht hier ein bisschen andere Gründe aber es gab tatsächlich die Gerüchte oder sozusagen diesen Eindruck von den Menschen, dass die Solar nicht funktioniert also ganz und gar nicht funktioniert.

00:40:47: es sehr viel fehlerhafte und ganz schlechte Ware auf dem Markt gab, weil die ... Wir wissen alle wo Solartechnik heute überwiegend herkommt aus China.

00:41:00: Und man hat eben den europäischen, den nordamerikanischen Markt um den eigenen Markt mit Qualitätsprodukten bedient.

00:41:08: und die Ausschussware wenn ich das so sagen darf, die ging dann halt nach Afrika in Dörfern erlebt, dass Menschen mit Folie bedruckte Klarscheiben für ein Solarmodul gehalten haben.

00:41:24: Und dann hat er so einen Mann, keine Ahnung, fünf Monate sich alles abgespart und ist auf seinem Moped mit seinem Solarmudul nach Hause gekommen und hat gehofft der kann seiner Familie endlich einen Radio bieten.

00:41:36: aber es kam schlicht gar kein Strom raus weil das Ding gar nicht elektrisch vertratet war.

00:41:40: Das kann ja nicht wahr sein!

00:41:42: Doch das ist leider, ich hab's mit eigenen Augen gesehen und ich habe eben auch dann auf Ebene der Minister in den Regierungen.

00:41:48: Ich war sehr viel auf staatlicher Ebene unterwegs, wegen der Genehmigung die wir gebraucht haben Und dort war dann immer wieder zu hören ja so la funktioniert nicht Ja.

00:41:59: und dann hat man halt die Bau wieder auf seinen Diesel gesetzt Und das liegt natürlich auch in Afrika.

00:42:05: Auf dem ganzen Kontinent tobt weiterhin ein fossiler Krieg mit Lobbis und Interessenskonflikten, da.

00:42:16: die Fossilindustrie versucht weiter.

00:42:18: Es gibt fast achthundert neue fossile Ausgrabungsstätten wo man eben fossile Energie gefunden hat und die Fositenergie hält mit allem dagegen dass sich die Technologie nicht in der Fläche durchsetzt Und das war ein Prozess und daran durch Projekte wie unsere, die Menschen vor Ort erstmal für diese Technologie zu öffnen.

00:42:42: Das ist der eine Punkt den du angesprochen hast.

00:42:44: Ganz

00:42:45: kurz wie dramatisch oder?

00:42:46: Da haben die Leute schon kein Geld dann werden sie auch noch abgezockt mit Fake-Solarmodulen.

00:42:52: also das bricht mir das Herz ehrlich gesagt Also die Fossil Lobby schreckt wirklich von nix zurück.

00:42:57: Ja und dann kam die andere Phase Die ihr auch schon mehrfach adressiert habt heute leider bestätigen muss, ist es gab halt keine Techniker.

00:43:06: Also das war weder in den Unis noch in den Berufsschulen war das Thema Solar ein Thema.

00:43:14: Das heißt die Sachen, die wir teilweise gesehen haben im Feld wie der Solaranlagen gebaut wurden da lässt sich alles an Körperteilen umdrehen, die du im Körper hast wenn du siehst also große Mega-Wartzolaanlagen gebaut mit völlig schlechten und viel zu niedrigen Durchmessern, Kabeln zum Beispiel.

00:43:39: Das sind auch etliche Anlagen abgebrannt weil halt immer auch wieder gespart wurde und immer wieder nur dieser... Entschuldige das Wort Dreck gekauft wurde.

00:43:49: Und dann gab es eine weitere Phase die jetzt langsam abklingt.

00:43:53: aber man hat in vielen Projekten noch Ply verbaut Und die ganzen Altbestände von Batterien.

00:44:02: als bei uns sozusagen der Wechsel zu Lithium erfolgte, hat man eben in Afrika weiter munter Containerweise-Pleierbatterien in Projekten verwendet.

00:44:12: Auch in großen Projekts und auch in staatlichen Projektes mit der GEZ und allen möglichen Sachen.

00:44:16: Das hat wirklich gedauert bis so zu sagen mal der Kroschen gefallen ist dass die Projekte kaufmännisch gestaltet werden als Entwicklungshilfe, so nach dem Motto ich schicke euch eine Solaranlage.

00:44:31: Aber ne schlecht gebaute Solaranlage produziert halt auch kein Strom aus.

00:44:34: Das ist das zweite Segment was sich aus den Erfahrungen der letzten Jahre oder Jahrzehnte sagen kann.

00:44:40: Das dreht sich aber also gerade Leute die jetzt mehr Ahnung haben dass die Technik eine Unabhängigkeit bietet von einem schlechten Stromnetz.

00:44:49: und damit isst er Übergang zu dem anderen Frage die Infrastruktur.

00:44:54: Also die Stromnetze sind Nicht nur schlecht, die sind also katastrophal an vielen Orten.

00:45:01: Viele der Regierungen waren natürlich auch durch die Finanzierung über Weltbank oder von Geberstaaten sehr abhängig von den Energiesystemen, die man dort systemisch den Leuten angeboten hat.

00:45:15: Siemens ist ein tolles Unternehmen aber man hat eben lange versucht Gasturbinen dort zu platzieren und Regierungen für Großprojekte begeistert, die wieder zentralistisch gedacht waren.

00:45:25: Also wir bauen euch ein großes Kraftwerk und dann baut doch bitte mal ein

00:45:29: Stromnetz.".

00:45:30: Und das ist witzig!

00:45:31: Das ist ja gerade auch ein großes Thema in Deutschland aber in vielen Ländern Afrikas ist es eben am Anfang politisch gewollt im Zentrale Systeme gegangen.

00:45:43: Ja

00:45:44: Felix?

00:45:44: Felix

00:45:45: hat gerade nur so eine Kamera mit der Hand.

00:45:53: Was ich so cool finde ist, was Thorsten gerade gesagt hat, dass ich korrigiere mich gerne in Deutschland haben wir ein zentralistisches System gehabt.

00:46:02: das entwickelt sich gerade zu einem dezentralen System.

00:46:05: Das ist auch eigentlich nicht mehr aufzuhalten.

00:46:06: Nur die Frage wie lange es dauert oder wie lang man es noch nach hinten verschieben kann.

00:46:10: Und in Afrika oder jetzt im Senegal ist es so ein Stück weit das Gleiche, nur dass da noch nicht mal die zentralistischen Strukturen da sind.

00:46:20: Sondern diese Dezentralität wahrscheinlich mit diesem starken Breitverfall bei Batterien auf Photovoltaik bei Strom zumindest komplett alles überrollen wird.

00:46:29: wenn ich's mal so ganz erlaubt sage weil so'n Solarmodul ausfunktioniert wird man wahrscheinlich auch irgendwo im Senugal bekommen können und auch eine kleine Powerbank.

00:46:38: Wir hatten ja die Diskussion Das Wasser wurde ja auch mit Strom und Batterien hochgepumpt.

00:46:48: Ich habe so das bisschen, dass Gefühl ist wie bei dem Mobilfunknetz.

00:46:54: Wo man irgendwie Kabel bei uns hier über die Erde und Kupferkabel hat.

00:46:58: Das überspringen die einfach.

00:46:59: Die machen alles auf Mobilfunkt.

00:47:01: Zack!

00:47:01: Und dann hast du ein besseres Netz in manchen vielen Gängen in Afrika als bei uns in Deutschland.

00:47:07: So weil man eine bessere Abnetzabdeckung hat.

00:47:09: Die haben es komplett mit dem Telefon... Jeder Hausanstoß hat eine Telefonnummer festgesetzt.

00:47:14: Sie haben die komplett übersprungen und ich kann mir vorstellen was ist ja Hört sich ja so ein Stückweise an, dass hier auch einfach einen Überspringen dieses ganzen zentralisierten Systems stattfindet.

00:47:26: Weil es einfach gar nicht mehr dazu kommt, dass tatsächlich diese großen zentrale Strukturen aufgebaut werden und das sozusagen alles dann im Grunde Satellit sich dann immer mehr ausbreite und eure Bakery ist im Grunden so ein Beispiel dafür wie's dann funktionieren kann.

00:47:44: oder ist das Quatsch was ich erzähle?

00:47:47: Nee, das richtig!

00:47:48: Was du unterschätzt, ist der politische Einfluss von postkolonialen Strukturen auf die zum Teil sehr korrupte Regierung und der Anfluss der Fossilkonzerne, die daran kein Interesse haben.

00:47:59: Also ich habe das einfach erlebt.

00:48:01: Ich habe einen Ausschreibungteil genommen.

00:48:03: Ich war wahnsinnig viel im Feld viele Minister, viele Meetings, viele was dir alles vorstellen kannst.

00:48:11: also wir haben da ja auch sehr viel Aufklärungsarbeit mit unseren eigenen, also das ganze Projekt ist als Leuchtturm auch gedacht gewesen, um zu zeigen dass es anders geht.

00:48:23: Und genau diese Dezentralität als große Chance zu begreifen.

00:48:26: der Fachbegriff ist ja das Leapfrogging.

00:48:28: Du hast das schöne Beispiel mit dem Mobilfunk genannt.

00:48:30: Es gibt kein Festnetztelefon

00:48:32: Aber du musst das nochmal Leap Frogging, musst mal ganz kurz erklären.

00:48:35: Das habe ich vorhin vergessen zu sagen weil die Zuschauer und Zuhörer das wahrscheinlich noch nicht gehört haben

00:48:41: Auch für mich.

00:48:42: Hochindustrielle, also die Staaten des Globalen Nordens um das weniger ideologisch zu begreifen sind letztendlich haben eine technologische Entwicklung.

00:48:52: Also vorhin ist rette Zeit dann hatten unsere Dampfmaschine und Eisenbahn usw.

00:48:56: Und in vielen Staaten aus globalen Süden, zudem eben auch die Staatengöhren, denen ich arbeite außer südlich der Sahara dort gab es gibt keine Eisenbahnen zum Beispiel kann man sich nicht vorstellen gibt keine Züge So, und das heißt sie haben eine sehr schlechte alte noch aus der Kolonialzeit bestehende Infrastruktur.

00:49:18: Dazu gehören dann eben auch Fünfzig, Sechzig, Siebzig, Achtzig, Hundert Megawatt Leistung erbringenden Dieselkraftwerke.

00:49:27: Das kann man sich schlicht nicht vorstellen.

00:49:30: Ich habe ganz viele besucht hauptsächlich in Hauptstädten.

00:49:33: findest du die auch heute noch so?

00:49:35: und dann wurde das Stromnetz um diese Generatoren herumgebaut zum Präsidentenpalast, zum Parlament und vielleicht in die Innenstadt.

00:49:45: Aber auch die Pan-Nationalnetze, die Vernetzung der Staaten untereinander, die fand jetzt erst in den letzten Jahren statt.

00:49:55: Also wir sind da mit einer Entwicklungsverzögerung was Strom angeht.

00:49:59: oder Thema des Podcasts Alles wird Strom ist sozusagen vierzig, fünfzig Jahre zu Teil hinten dran.

00:50:05: Und von liebfrocken spricht man, wenn in der Zwischenzeit eine neue Technologie verfügbar ist.

00:50:13: Dass man nicht die gleichen Entwicklungsschritte geht wie zum Beispiel die Länder, die sie eben durchlaufen haben.

00:50:21: und ganz stark sieht man das heute auf dem ganzen afrikanische Kontinent mit zwei Technologien.

00:50:27: Das eine ist die schon erwähnten Mobilfunk.

00:50:29: also die Leute haben alle Handys dann teilweise länder... Statt

00:50:32: Kupferkabel im Boden?

00:50:34: Genau!

00:50:35: Und du hast die Gleichentwicklung auch beim Banking.

00:50:38: Also wir haben praktisch keine Geldautomaten, keine Kreditkarten – alles läuft.

00:50:44: Kein Filialnetz!

00:50:45: Genau, kein Filialnetz, keine Banken in dem Sinne.

00:50:48: Ja natürlich gibt es Banken aber das sind meistens große Geschäftsbanken.

00:50:52: Den normalen Leute haben extrem einfaches Geld.

00:50:57: Das sind teilweise Apps, die würden wir hier nie erlaubt bekommen.

00:51:00: Weil regulatorisch das nicht funktioniert was es gibt.

00:51:03: du kannst in vielen Ländern Geld per SMS überweisen und dort ist Banking extrem stark verknüpft mit dem Mobilfunk.

00:51:12: deswegen sind die meistens Telekommunikationsanbieter heute auch eher Zahlungsdienstleister als hardware bietende Netzbetreiber.

00:51:21: also ganz wichtig.

00:51:22: und weil dass das ergibt dann auch in der Technologie wiederum viele Projekte, die dann aus diesen bestehenden Leapfrog-Technologien entstehen.

00:51:33: So sind zum Beispiel die ersten großen Leute gewesen, die Solar umgerüstet haben und Batterien eingesetzt haben – die Mobilfunkbetreiber für ihre Strommasten.

00:51:42: Und die rüsten eben jetzt auf dem ganzen Kontinent massenhaft ihre Strommasken um!

00:51:49: auf Solar und Batterie.

00:51:50: Also das was Felix meinte, aufgrund von neuerer Technologie werden Entwicklungsschritte übersprungen.

00:51:56: Das wäre dann das Leapfrogging.

00:51:57: jetzt muss mal ganz kurz nochmal weitergehen im Thema und zwar weil das ist ja jetzt kein Charity oder Entwicklungshilfe-Projekt so nach dem Motto oben Kohle rein unten Brote raus und damit versorgen wir die Menschen mit Essen sondern es Geschäftsmodell.

00:52:19: Ich versuche es mal wie Felix irgendwie zwei Fragen in einer zu stellen, ich weiß nicht ob ich sie hinbekomme oder aber ich mache jetzt einfach mal was unweigerlich miteinander zusammen gehört.

00:52:30: ja weiter geht's da.

00:52:31: darum du hast ja schon ein bisschen genahen das ist ja ein Geschäfts-Modell.

00:52:35: man muss damit Geld verdienen.

00:52:37: wer betreibt das ganze dann vor Ort und so weiter?

00:52:40: Wem gehört die Bäckerei am Ende?

00:52:41: so dieses Ding?

00:52:42: und natürlich dann müssen wir direkt zum nächsten Punkt Warum ist Solar Bakery Insolvent?

00:52:48: Liegt das dann an dem Geschäftsmodell oder in anderen Dingen, vielleicht kannst du uns dazu nochmal Einblicke geben.

00:52:54: Ja

00:52:55: also die Frage der Wirtschaftlichkeit ist natürlich auch eine Frage

00:52:58: der

00:52:59: ursprünglichen Vision.

00:53:01: Wir positionieren uns... Also die Projekte, die ich aufgebaut habe, die positionieren sich letztendlich zwischen dem von dir beschriebenen NGO oder spendenbasierten Entwicklungshilfe Sektor, das man so zu nennen und dem komplett auf Profit ausgelegten börsennotierten Modell.

00:53:22: Das ist letztendlich eine Philosophie von Mohamed Yunus, den Friedensnommelpreisträger der auch ursprünglich mal das Mikrofinanzsystem für Frauen entwickelt hat und dessen Vision eigentlich ein postkapitalisches System bei dem man das Gemeinwohl in den Mittelpunkt auch von Unternehmen stellt.

00:53:42: Das heißt, man löst gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Mitteln und deswegen... Die Gemeinwohlökonomie

00:53:49: nennt man es

00:53:50: auch.

00:53:50: Gibt's tolle Bücher

00:53:51: dazu?

00:53:52: Ist eine ganz tolle Lösung für unsere großen Probleme auf der Welt.

00:53:58: leider noch im Promilbereich in der Umsetzung.

00:54:03: so und bei den sozialen Unternehmern geht es eben darum, das wirtschaftlich tragfähig aufzubauen damit es nachhaltig funktioniert.

00:54:12: Ich habe dieses Beispiel ja genannt.

00:54:13: also ich baue eine Schule auf klar gemeinwohl orientiert die Lehrer bezahle ich mit dem ich Brot verkaufe.

00:54:18: so ist ja auch Solar Bakery entstanden.

00:54:21: Also im Kern ist unsere Idee profitabel zu sein aber diese Profite eben nicht für externe Geldgeber zu optimieren sondern führt dann im Zweifel mehr Brot und mehr Reduktion von Hunger.

00:54:34: Warum hat das jetzt in unserem Fall, sind wir da vorerst gescheitert gewesen?

00:54:40: Das betrifft die Solar Bakery in Deutschland.

00:54:46: Wir hatten also ein deutsches Unternehmen aufgebaut mit dem wir die Prototypen entwickelt haben und die ganze Technologie.

00:54:52: Das war alles mit deutschen Löhnen.

00:54:55: Ja,

00:54:55: d.h.,

00:54:55: wir sind da sehr... man sehr viel Geld ausgegeben über vier Jahre um diese Technologie zu entwickeln.

00:55:03: Und dann war letztendlich geplant dass wir in Afrika eine eigene Bäckerei-Kette starten.

00:55:10: Und für die hatten wir dann Geld eingesammelt und auch ein Senegalesisches Unternehmen gegründet, dessen Geschäftsführer ich bin.

00:55:18: Diese Finanzierungsrunde ist im Mai letzten Jahres nichts erfolgreich abgeschlossen worden.

00:55:26: Da sind viele Dinge zusammengefallen.

00:55:29: Es gab einerseits eine sehr negative Presseberichterstattung über meine Personen und auch über mein anderes Unternehmen, was ich damals gegründet hatte.

00:55:38: Und da ist Solar Bakery sozusagen mit reingeinterpretiert worden, obwohl es getrennt war.

00:55:46: Auf der anderen Seite hatten wir eben sehr hohe Entwicklungskosten und gleichzeitig in der Umsetzung – das habe ich ja im Podcast jetzt hier schon beschrieben – diese Genehmigungen nicht um Lutz sagen loszulegen.

00:55:58: Da hat mir dann noch meine Finanzierungsrunde gestartet Und die konnten wir leider nicht abschließen, beziehungsweise einen und zwei Investoren hat eine bereits gemachte Zusage zurückgenommen aufgrund der Presseberichterstattung.

00:56:12: Und dann blieb uns nichts anderes übrig.

00:56:15: Vielleicht da noch ein kurzeres Kurs?

00:56:17: Wissen viele Leute nicht aber die Startups waren nach Corona oder viele andere Unternehmen, Deutschland auch gab es eine Aussetzung der Insolvenzantragspflichten.

00:56:28: Also man hat umzuvermeiden das massenhaft unternehmen Pleite gehen, hat man die Insolvensantragspflichten gelockert und diese Regelung wurde dann von der neuen Bundesregierung zurückgenommen.

00:56:43: und dann herrschten wieder die sehr strikten Insolensantragsplichten drohend zahlungsunfähig bist innerhalb von drei Wochen Insolvenz anmelden, ansonsten bist du eben möglicherweise strafbar.

00:56:58: und wir hatten dann eben diese kurzfristige Absage des Investors für einen großen Geldbetrag.

00:57:06: Unsere Kosten liefen aber weiter und dann war absehbar das kriegen wir nicht mehr gelöst diese Lücke.

00:57:11: und dann hat sich Simon eben auch nach der Beratung mit Juristen dazu entschlossen den Insolventantrag zu stellen Und das betraf aber, wie gesagt, nur das deutsche Unternehmen.

00:57:23: Und wir im Senegal unser Betrieb war sozusagen still und konnten nicht weitermachen weil wir die Genehmigung nicht hatten und unsere Muttergesellschaft sozusagen pleite ging.

00:57:34: Wir haben dann gemeinsam mit Unterstützern und Freunden aus dem direkten Umfeld von Solarbreak hier mit dem Insolvenzer Walter praktisch ein Konzept entwickelt, wie wir zumindest den afrikanischen Teil fortführen können Und haben dann ein Rettungskonzept gemacht und führen jetzt eben diese Senegalese Gesellschaft fort.

00:57:57: Ja, fangen im Prinzip aber nochmal bei Null an.

00:58:00: Das Gute ist natürlich das ganze Wissen ist ja vorhanden, ich weiß sicher wie es geht.

00:58:05: Wir versuchen es noch mal in einem Neustart, dass doch noch zum Fliegen zu bringen.

00:58:13: Du hast ja auch erwähnt, diese Berichterstattung die da gelaufen ist.

00:58:18: willst du dazu kurz noch mal was sagen, oder?

00:58:22: Ja also wenn wir es ausführlich machen wollten und ich glaube Afrika GreenTech ist ein ganz großes Projekt gewesen.

00:58:28: Da zehn Jahre mein Lebenswerk von mir in meiner Frau da gibt es ganz viele Dinge die passiert sind im Hintergrund das würde den Rahmen jetzt hier sprengen aber... Also ich überlege einen Buch zu schreiben.

00:58:42: vielleicht mache ich's tatsächlich auch mit einem ausführlichen Podcast muss Felix mal fragen ob er Interesse dann hat.

00:58:47: Aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.

00:58:51: Die Berichterstattung betraf Afrika Green Tech, Solar Bacon wurde sozusagen mit genannt weil ich es auch gegründet hatte aber es war eigentlich nicht von den Vorgängen nicht betroffen.

00:59:02: Das ist ein komplexes Thema.

00:59:05: ganz grob kann man das in eine Klammer setzen.

00:59:09: wir hatten es insgesamt als Unternehmen in diesem Marktumfeld sehr schwer.

00:59:15: Das wirbt natürlich auch heute aus Solarbagry.

00:59:18: Wir haben in den neuen Ländern, in denen wir tätig waren mit unseren Projekten sind sieben mittlerweile Militärregierungen.

00:59:27: Es gab sieben Militäraputsche in neun unserer Projektländer und wir haben in jedem dieser Länder wo die Regierung weggeputzt wurde mussten wir zeitweise das Land auch verlassen weil wir in Gefahr waren weil wir ja in der Regel mit der Regierung gearbeitet haben und also ich wurde dreimal schon evakuiert aus dem Land, weil wir einfach mit der bestehenden Regierung die von den Militärs weggeputzt wurden Projekte gemacht haben.

00:59:54: Und dann waren mir natürlich in deren Augen doppelt Feinde.

00:59:59: Ja?

00:59:59: Und mittlerweile hat sich auch die Stimmung gegen westliche Akteure insgesamt zumindest in den Ländern endig, denen ich gearbeitet habe so... Spreche von Mali, von Niger.

01:00:10: Vom Tchat, Bukinafaso... Diese Länder sind sehr feindlich mittlerweile gegenüber allen europäischen Ländern vorwiegend den Franzosen.

01:00:22: aber der gemeinen Mensch auf der Straße unterscheidet es wenn er mich sieht nicht unbedingt.

01:00:28: Der fragt mich nicht nach meiner Nationalität sondern sagt okay das ist ein Franzose der uns hier ausbeuten möchte oder sonst was?

01:00:34: Das hat uns auch Die letzten drei Jahre massiv beschädigt oder unsere Schwierigkeiten bereitet.

01:00:43: Viel unserer Projekte kamen nicht mehr zustande, weil auch die Sicherheitsmaßnahmen immens wurden also der Schutz von unseren Mitarbeitern.

01:00:53: Also die letzten drei jahre konnte ich war ich der einzige der überhaupt noch in den Ländern aktiv war.

01:00:58: Die Techniker aus Deutschland wollten gar nicht mehr oder konnten aus Sicherheitsgründen gar nicht in solche Länder reisen wie Mali weil das Entführungsrisiko exponentiell gestiegen ist die letzten Jahre.

01:01:11: Also man kann dir vielleicht einiges vorwerfen, aber du machst es dir bestimmt nicht leicht.

01:01:17: also erst mal von meiner Seite aus Respekt was du da für Mauern durchprägst und versuchst Dinge zu verändern an Orten wo sich Viele von uns wahrscheinlich vielleicht gar nicht hintrauen würden und zu recht Angst hätten, also Wahnsinn.

01:01:33: Also erstmal von meiner Seite aus echt allergrößten Respekt dafür was du da versuchst zu machen.

01:01:39: Ja danke dir.

01:01:40: das ist wenn man das chronologisch sich alles anguckt die Lebensleistung sicher groß und auch wir haben jahrelang unser Leben wirklich riskiert meine Frau und ich und meine Familie.

01:01:50: aber am Ende war natürlich bei so einer Insolvenz immer nur ja okay der es gescheitert Und das ist natürlich sehr, sehr bitter und das werfe ich auch dem dieser German Angst auch vor.

01:02:04: Die in Deutschland bist du als gescheiteter Gründer oder Unternehmer bist du ein Aussätziger ja die Leute wenden sich von dir ab und hast nichts mit dir zu tun.

01:02:15: also und dabei ist scheiteres

01:02:17: genau das Gegenteil Genau.

01:02:18: Scheitern ist Teil der Realität von jungen Unternehmen, insbesondere von solchen Destruktionsunternehmen die eben sich in sogenannte Pioniermärkte – so nennt man diese Märkte ja – eben als Pioniere reinwagen.

01:02:33: und ich kann vielleicht nochmal einen abschließenden Satz dazu.

01:02:37: Von meiner Arbeit, die ich die letzten zwanzig Jahre in Afrika gemacht habe mit Solar- und Speicher sind etliche Unternehmen entstanden.

01:02:45: Ich red das nicht von den Unternehmen, die von unserem Strom produzieren, denen wir in den Dörfern liefern sondern es sind Start-ups Batteries Smart-Meter Firmen.

01:02:54: Es gibt sieben Unternehmen Die heute an der Börse sind, die letztendlich auf die R&D Entwicklung von Afrika Green Tech aufgebaut sind.

01:03:04: Das heißt Wir haben deren Prototypen mit unseren Dörfern verbaut und Mit diesen Zahlen und Learnings und den Daten konnten die sich dann weiterentwickeln.

01:03:14: Tesswald ist ein Beispiel.

01:03:16: Aber ich glaube, das ist auch nochmal ganz wichtig.

01:03:18: Ich war halt so die Saudi-Mann durchs Dorf getrieben hat und das hat auch Spuren hinterlassen.

01:03:24: aber es ist eben auch ein Teil der ganzen Chronologie von unserer Geschichte und darauf können wir stolz sein.

01:03:30: Wir haben viel, viel verändert, viel bewegt und am Ende sind wir aber gescheitert.

01:03:34: Das muss man.

01:03:36: Ich habe eine fünfjährige Tochter und ein ganz wichtiges Learning, was ich immer beibringe ist.

01:03:42: Man muss Fehler machen weil nur aus Fehlern lernt man.

01:03:45: wer nie Fehler macht der lernt nicht genug.

01:03:48: deswegen also Scheitern ist bestimmt nichts Schreckliches.

01:03:53: oder worauf man sich irgendwie danach zurückziehen sollte da bin ich ganz bei dir.

01:03:58: das ist ne ganz Dove Kultur, wenn man Fehler macht oder scheitert.

01:04:01: Dass man dann einfach sich besser zurückzieht und nichts mehr macht also das ist eine ganz bescheuerte Art und Weise.

01:04:07: deswegen finde ich das persönlich jetzt erstmal gut.

01:04:10: Felix du wolltest was sagen.

01:04:11: ansonsten würde ich einfach mal fragen um jetzt positiv weiter zu gehen es geht ja weiter.

01:04:15: offensichtlich du hast ja weiter.

01:04:18: blicken wir positiv jetzt in die zukunft?

01:04:21: wie geht's weiter?

01:04:23: Ja wie gehts weiter?

01:04:26: Also konkret jetzt was Solar Bakery angeht Geht es jetzt weiter?

01:04:30: Wir haben jetzt unseren Rettungsplan, sozusagen sind wir in der Umsetzung.

01:04:35: Wir werden noch dieses Jahr den ersten Standort eröffnen oder den ersten Container, der sozusagen dann die Zahlen liefert um dann zu zeigen ob die ursprüngliche Idee, die wir mal gedacht hatten, ob sie überhaupt valide ist weil das gilt es noch zu beweisen.

01:04:53: Wir haben ein technisches Proof of Concept.

01:04:55: also einer unserer Container stand ja mal im Stuttgart auf dem Schlossplatz und hat dort autark Brot gebacken.

01:05:02: Wir müssen das jetzt noch liefern in dieser Atmosphäre von Sub-Sahara Afrika,

01:05:10: d.h.,

01:05:10: unter den Bedingungen vor Ort haben wir es noch nicht bewiesen.

01:05:14: Und das ist die erste große Aufgabe.

01:05:17: Das ist bei Startups ganz wichtig.

01:05:19: Brauchen Sie das Proof of Concept?

01:05:21: In unserem Fall ist das ProoF of Concept für die betriebswirtschaftlichen Teil, also dreitausend Brote backen und verkaufen zu einem Preis, der eine Marge zulässt.

01:05:32: Das haben wir noch nicht bewiesen.

01:05:34: und dann eben nochmal technisch können wir mit dieser Solartechnik und dem Speicher den wir da verbaut haben durchgängig einen Ofen betreiben, der wie ich vorhin gesagt habe siebenunddreißig Kilowatt zieht.

01:05:47: das ist auch noch nicht im Dauerbetrieb bewiesen.

01:05:51: diese beiden Beweise muss sich antreten und das hab' ich mir jetzt als große Lebensleistung vorgenommen Weil das würde sehr, sehr viele Heilen auch bei Menschen die gesagt haben.

01:06:02: Das ist Quatsch was du da hast.

01:06:03: Die Idee ist blödsinn.

01:06:05: Es ist wesentlich besser mit dem Dieselgenerator zu backen.

01:06:08: Wir haben ja auch Handfeste Bäckermeister aus Deutschland gehabt, die uns böse Kommentare geschrieben haben So nach der Motto Schwachsinnsidee kann nie funktionieren Man kann mit solarenergie kein Brot wackeln.

01:06:20: Was es kam aus deutschland die Kritik und das wollen wir eben jetzt zeigen es geht.

01:06:25: Und dann hoffe ich, dass dieser Leuchtturm – zumindest was das Backen auf dem afrikanischen Kontinent angeht – revolutionieren wird und sich eben bestehende Bäckereien nicht überlegen.

01:06:38: So wie Felix das immer so schön macht mit seinen Videos!

01:06:42: Man kann natürlich auch nachträglich einen bestehenden Backbetrieb von der fossilen Energie befreien und ihn umrüsten.

01:06:50: Da habe ich große Hoffnung, dass wir Millionen an Diesel-Generatoren auf dem afrikanischen Kontinent im Backhandwerk verändern.

01:07:01: Und wenn das mit Bäckereien geht, dann geht es auch mit Wäschereien und Hotels oder Restaurants.

01:07:07: Alle die momentanen Dieselgeneratoren verwenden könnte ein Beispiel sein!

01:07:13: Also, da gibt es einen ganz großartigen Bäcker in Deutschland.

01:07:15: Der heißt Roland Schüren und den muss die ja wohl dann kennen.

01:07:19: Der zeigt nämlich als Unternehmer wie man mit der Neuerbahn Energien glaube ich richtig, richtig leckeres Brot und Brötchen und leckere Süßigkeiten auch backt oder herstellt?

01:07:32: Also falls da noch keine Connection da ist verbinde ich euch gerne aber ihr kennt euch schon.

01:07:37: Der wird dir bestimmt immer mal wieder gut zu reden der Roland.

01:07:40: Ja

01:07:40: wobei Roland Seine Passion und Leidenschaft ist ja die Elektromobilität mit seinem Ladekreuz in Hilden.

01:07:51: Klar, ich habe Roland schon ganz oft getroffen – wir haben auch ähnliche politische Ansichten!

01:07:56: Und es ist ein ganz tolles Vorbild für genau das.

01:07:59: Also destruktive Unternehmen, die einfach sagen, «Wir machen das jetzt mal».

01:08:02: Wir zeigen, dass es geht.

01:08:04: Dann ist es aber oft so, dass auf industrieller Ebene von anderen Unternehmen übernommen wird, die dann daraus ein großes Geschäftsmodell entwickeln.

01:08:14: Bei uns, bei Sola Bakri wird es jetzt erstmal eine relativ kleine überschaubare Bäckerei-Kette sein und unser Traum ist natürlich dann dieses Konzept auch in die Nachbarländer zu tragen wo es eben deutlich größere Probleme mit Ernährungsmittelversorgung gibt jetzt eben auch durch das Klimawandel und wir wollen dass unsere Technologie eben auch Menschen hilft.

01:08:39: Das ist eigentlich meine persönliche Vision dafür.

01:08:43: Die Technologie entwickelt sich ja immer weiter, das wird immer besser und günstiger.

01:08:48: also eigentlich werden die Voraussetzungen dafür immer besser für euch.

01:08:52: Stimmt!

01:08:53: Wenn ihr es heute schon schafft wirtschaftlich das hinzubekommen dann wird's in der Zukunft nur noch wirtschaftlicher sage ich jetzt mal so.

01:09:02: oder wird dann selbst wenn sie jetzt nicht gleich klappen würde im fünf Jahren sieht das Ganze schon ganz anders aus, weil die Batteriepreise nochmal deutlich gefallen sind.

01:09:13: Weil die Solarmodule noch mal deutlich effizienter geworden sind.

01:09:18: Es hat ja eigentlich nur Vorteile.

01:09:19: Ich habe, ich weiß es nicht gestern glaube ich beim... Ich hab so einen Spruch gesehen.

01:09:25: Some days you win and some days you learn.

01:09:30: Das fand ich eigentlich ganz gut, weil sonst heißt es ja immer You lose.

01:09:34: aber das hast du glaube ich gerade ganz gut und schön zusammengefasst.

01:09:38: Wenn du jetzt sagen würdest, ich geb dir mal ein paar Millionen Euro.

01:09:48: Was würdest du damit machen?

01:09:50: Was würdst du für Projekte jetzt machen?

01:09:52: Willst du dein Projekt dort weiter nach vorne bringen?

01:09:55: Was würde es so damit

01:09:58: tun?

01:09:59: Ich persönlich beschäftige mich momentan sehr stark mit der Resilienz für die Folgen des Klimawandels.

01:10:07: Und ich glaube, dass es eben sehr wichtig ist momentan an den Orten wo es zum Beispiel Kipppunkte gibt also Naturschutz und Klimaschutz zu betreiben beschäftigt mich viel mit Renaturierung und solchen Themen.

01:10:20: da ist es allerdings in der Region, in der ich aktuell über die letzten zwanzig Jahre tätig war sehr schwierig weil die folgendes Klimawandel was die Vegetation angeht man hat dort schon über Jahrzehnte jetzt Wald abgeholzt ist, um eben zum Kochen Kohle zu machen.

01:10:40: Also Holzkohle herzustellen und SolarBelgry sollte letztendlich.

01:10:45: wenn du sagst ich habe eine größere Summe zur Verfügung dann würde ich versuchen das Projekt stärker zum Leuchtturm zu machen Um den Leuten den Vorteil von dieser Photoboltaik- und Speicherentwicklung zu geben also noch mehr Use Cases zu bauen die zeigen, hey man kann eben viel mehr machen mit Solar und Speicher.

01:11:09: Also in der direkten Anwendung was ist ja der riesen Vorteil von Solar Baby?

01:11:12: Das ist eine direkte Anwendungen.

01:11:14: also es ist nicht.

01:11:14: wir gehen nicht den Umweg über einen Stromnetz und einen Erzeuger sondern wir sagen hier du kannst Photovoltaik produktiv nutzen für deinen Betrieb und da kann ich dir zwei drei andere Beispiele nennen.

01:11:25: also man könnte ja zum Beispiel auch andere Maschinen kontenerisiert direkt betreiben.

01:11:31: Ich habe ja auch Kühl-Container entwickelt für Fischer.

01:11:36: Also ein großes Problem eben auch an vielen Häfen, Sennigals und auch in anderen Küsten wie in Gambia oder Guinea mit der Fische nach dem Fang gekühlt mit Eis.

01:11:48: Und das Eis wird den großen Eismaschinen mit Dieselgeneratoren hergestellt.

01:11:53: Da gibt es ganz viele Anwendungen...

01:11:56: Das ist ja noch mehr Quatsch!

01:11:58: Also das ist ja totaler QuatsCH

01:12:00: Das ist genau der... Also diesen Quatsch aufzulösen, dafür würde ich gerne noch Geld einsetzen.

01:12:06: Aber ich glaube das wenn wir es gelingt mit Solar Baker jetzt diesen Proof of Concept zu erreichen dann wird das eine sehr strahlende Wirkung haben und ich hoffe dass wir auch wieder Menschen finden vor allem Journalisten die in solcher Pionierarbeit positive Aspekte finden und nicht negative.

01:12:25: Ich glaube, ich kann noch nicht Schluss machen Robin.

01:12:27: Wir müssen hier noch fünf Minuten... Tut mir leid sorry!

01:12:32: Wenn wir über Kühlungen sprechen glaubst du denn?

01:12:36: Also Fotovoltaik ist da unfassbar.

01:12:38: Kühlung brauchen die auch noch mehr denn je.

01:12:41: Klimawandel lässt grüßen dann wird doch eigentlich Afrika diese Revolution Das wird doch nicht aufzuhalten sein, also egal wie korrupt die Regierungen sind.

01:12:53: Also ich stelle mir jetzt mal vor wir haben das ist bei dem Wasser Thema auch Wir sammeln ein paar Sponsoren zusammen und sagen hey wir haben hier ein paar Hundert Module wir machen ein Projekt irgendwo in unserem Hafen mit so einer kälte Kammer ... und haben vielleicht auch noch eine Firma, die sagt... ..."Die Kälte kann man das können wir

01:13:11: machen.".

01:13:11: Und dass irgendwie auch nachhaltig gestalten.

01:13:13: Dass dann nicht wenn wir weggehen,... ...dass es dann vielleicht wieder alles zusammenbericht... ...und dann ist plötzlich nur noch ein verrosteter Raum.

01:13:23: Dass das dort alles revolutioniert oder wie man da so helfen kann,... ...wie wir helfen könnten.

01:13:28: oder sagst du naja... ...du wartest eigentlich so billig geworden,... ...das wird alles von alleine gehen.

01:13:32: Das ist nur die Frage wann?

01:13:33: Also ich würd mir sogar vorstellen darüber irgendwie zu berichten.

01:13:35: Robert, ich weiß nicht wie's bei dir ist aber ich....

01:13:39: Ich wollte lustig auf eine ähnliche Geschichte raus.

01:13:41: Also ich kann auf jeden Fall sagen Felix hat jetzt nicht die Millionen aktuell, soweit lehne ich mich noch nicht.

01:13:48: Noch

01:13:48: nicht!

01:13:50: Jetzt passt da mal auf.

01:13:51: wir haben dann auch nie drüber geredet hier in dem Podcast aber jetzt ist glaube ich vielleicht mal so ein kleiner Moment und zwar natürlich stehen wir ja auch noch am Anfang und wir haben hier Sponsoren im Podcasts und werden finanziell unterstützt Reden immer wieder darüber, dass wir irgendwann in der Position sein werden vielleicht auch die Möglichkeit zu haben.

01:14:11: In Projekte zu investieren, zu unterstützen.

01:14:14: ich finde auch die Idee total genial Leuchtturmprojekte zum machen, die gar nicht unbedingt supermäßig in sich funktionieren und erfolgreich sein müssen, die dann eine große Strahlwirkung haben weil das inspiriert mich total von dir.

01:14:27: also du inspirierst mich als Person sowieso enorm und ich glaube da spreche ich für ganz viele die jetzt zuschauen.

01:14:33: aber Allein, dass du... Oh, guck mal.

01:14:35: Da kommt sogar ein Herzchen aus seinem Bild raus!

01:14:38: Also jetzt müsst ihr das mal per Video schauen.

01:14:40: Er hat gerade einen Herzen gezeigt und tatsächlich kamen Herzchen daraus.

01:14:42: Das war ganz süß.

01:14:44: Nee aber das finde ich ja total genial, dass man so Projekte macht die dann eine große Streifwirkung haben und das sollen ruhig alle kopieren machen und tun.

01:14:51: Da geht es ja nicht darum, dass wir uns daran bereichern wollen sondern dass ist ja das Schönste was passieren kann wenn du selber etwas startest und vielleicht funktioniert's am Ende nicht Aber du siehst trotzdem, dass sich dadurch ganz viele inspirieren lassen erfolgreiche Modelle dann drumherum aufbauen.

01:15:06: Und wir wissen nicht, was wir da genau machen und das ist jetzt auch noch zu früh darüber zu reden weil wie gesagt wir stehen noch am Anfang.

01:15:14: aber wir können euch auf jeden Fall sagen wenn wir erfolgreicher werden dass weiter nach oben geht unsere Sponsoren auch bereit sind nochmal ein bisschen mehr Geld auf den Tisch zu legen in Zukunft und das denke ich mal könnte schon passieren Ja, dann werden wir... Dann wollen wir auch uns beteiligen und unterstützen.

01:15:31: Und nicht nur darüber reden und Sichtbarkeit geben was ja sehr wichtig ist sondern selber auch noch mal ein bisschen aktiver werden.

01:15:38: das kann ich auf jeden Fall an der Stelle oder Felix das kann man schonmal so sagen.

01:15:42: also dass ihr einfach auch wisst wen habt ihr da vor euch?

01:15:44: Was wollen diese Nasen da genau?

01:15:46: Was ist denn Ihr Ziel?

01:15:47: Das ist unser Wunsch diese Themen nach außen zu bringen was zu bewegen und auch tatsächlich wenn es geht mit Geldmitteln auch irgendwann mal tätig wird.

01:15:56: Ich

01:15:56: habe schon beschlossen, ich mache bei mir auf dem Kanal so eine Reihe wo ich kleine Balkonkraftwerkakkus und paar Performedule an die Tafeln den Kinderschutzbund und Tierheime verschenken werde.

01:16:10: Und dann installieren werde.

01:16:11: Da mache

01:16:13: ich mit.

01:16:13: Damit

01:16:14: wir auch wieder Videos machen.

01:16:15: und jetzt müssen wir nur noch mal bei den ganzen Akkuherstellern, dann gibt es ja genug, sagen pass mal auf wenn ihr da ein paar Module und Speicher zur Verfügung stellt das ist ja auch nicht viel Geld.

01:16:25: dann gehen wir dahin und berichten darüber machen da eine kleine Video drüber.

01:16:32: die haben gar nicht die Mittel das ist so krass der Kinder schon zum Burgdorf oder so eine Tafel.

01:16:37: Die haben nicht die tausend Euro für vier Module und Akku.

01:16:41: Sie dürfen sich dafür ausgeben.

01:16:42: Oder sie dürfen nicht

01:16:44: ausgeben?

01:16:45: Nicht von den eigenen Mitteln, das

01:16:47: muss dann extern

01:16:48: kommen.

01:16:48: Ich meine es ist was ganz anderes Level als das, was du machst zu außen und das kann man nicht miteinander vergleichen.

01:16:53: aber das denke ich so dass es so das wo wir jetzt hier mal etwas irgendwie hinkriegen da sowas zu machen und dann denke ich in der Zukunft müssten wir eigentlich auch an den nächsten Schritt gehen und da müssen wir uns irgendwie auch nochmal ein bisschen anders aufstellen wahrscheinlich Weil da hinreisen, da brauchen wir Zeit und Team und Equipment.

01:17:14: Und dann müssen wir dahin und da richtig uns was überlegen damit das wirklich einschlägt wie eine Bombe und wir vielleicht auch richtig viel Geld sammeln können.

01:17:21: weil das wäre jetzt meine Abschutzfrage Wie können wir euch denn unterstützen?

01:17:27: Bei Solar Bakery sammelt ihr macht ihr doch nochmal ein Crowdfunding.

01:17:33: Was gibt's

01:17:35: da, was

01:17:35: man machen kann?

01:17:36: Also wir haben natürlich auch viele Menschen enttäuscht durch das Scheitern, weil wir eben mal viele Leute die über Crowdfunding mitgemacht haben ihr Geld jetzt verloren haben.

01:17:50: Ich muss erstmal wieder Vertrauen in diesen Markt zurückgewinnen und das versuche ich ja auch.

01:17:55: deswegen ist einer der Gründe warum ich heute baue.

01:17:57: ich bin Wir machen momentan deswegen keinen Crowdfunding weil nach so einer Zeit, wo viele Leute ihr Geld verloren haben ist es fühlt sich das auch nicht richtig an.

01:18:10: Das heißt die Leute, die sich momentan beteiligen... Ich habe mal ein gigantisches Netzwerk.

01:18:15: Das sind Leute, wie mich länger kennen und mir vertrauen und die das Projekt immer noch gut finden.

01:18:21: Über einzelne Privatplatzierung haben wir jetzt ja auch die Rettung durchgeführt und das wird auch wieder mehr werden.

01:18:31: durch Taten zeigen, dass es eben funktioniert.

01:18:34: Da arbeite ich jetzt mit Hochdruck dran.

01:18:36: aber ich möchte einen Kompliment noch mal zurückgeben Felix an dich oder an euch als Podcast.

01:18:42: Ich gucke mir deine Sachen ja auch immer an und du zeigst eben durch diese Anwendung mit dieser Leidenschaft in diesem Enthusiasmus den Du hast, zeigest Du eben diese Anwendungen Und das ist im Ende, die eigentliche Kommunikation oder die Aufklärung oder wie du es auch immer nennen möchtest.

01:18:58: Die letztendlich zeigt ja Leute, dass man kann das kombinieren.

01:19:01: Nimm zum Beispiel diese Marquise, die du jetzt gerade aktuell promotest.

01:19:06: Das hast du auf irgendeine Messe glaube ich entdeckt und hast diesen Ding zuhause auf seinen Balkon geknallt!

01:19:11: Ja?

01:19:11: Ich finde das so genial.

01:19:14: Gerade in dem ganzen Kontext, was kann ich eigentlich selber tun?

01:19:18: Ich fange bei mir selber an auf meinem Balkon- oder Balkonkraftwerk.

01:19:21: Das ist ganz, ganz wichtig!

01:19:22: Wir brauchen mehr Menschen die für sprechen und natürlich wird es da Sachen geben und Projekte, die scheitern.

01:19:30: Was wir auf jeden Fall... Und das ist so die Abschlussmessage vielleicht auch deine Frage.

01:19:35: Was sind man jetzt im Kontext von Entwicklungszusammenarbeit oder für benachteiligte Regionen oder auch Menschen machen kann, ist sie eben nicht als Opfer- oder als Empfänger von Hilfsleistung zu verstehen.

01:19:48: Deswegen muss man immer versuchen die Projekte konkret zu verknüpfen mit einem nachhaltigen Revenue Stream für die Menschen selbst.

01:19:58: ganz kurz zu deinem Beispiel mit der Kühlung.

01:20:01: ich bin tatsächlich gerade mit einem Franzosen.

01:20:05: also das sind Afrikaner die in Frankreich leben seit vielen Jahren Lager bauen im Senegal komplett auf Solarbasis, wo dann Menschen Kühlraum für ihre Gemüse oder Fischprodukte mieten können.

01:20:23: Das ist ein Geschäftsmodell was in Deutschland nicht funktionieren würde.

01:20:27: aber eben kühlraum to go ja in einer immer heißer werdenden Welt und das eben dann bitte technisch so dass man diesen Hitzeeffekt noch nicht verstärkt.

01:20:39: Ich habe da heute gestern ein Artikel drüber geschrieben bei LinkedIn.

01:20:44: Wir erwarten, was die Zahlen auch hergeben, dass wir bis zu fünfzig-fünf Milliarden Klimaanlagen auf dem Planeten haben und damit eigentlich den Effekt verstärken.

01:20:54: Also umso heißer, umso mehr werden wir Kühlanlagen bauen?

01:20:58: Umso kühlanlagebar und um so heißer wird es werden!

01:21:01: Also diesen Zusammenhang zu erklären und den Menschen zu zeigen wenn Solar dann bitte richtig, wenn Klimaanlage acht aus Kühlmittel Und diese Themen bringt ihr super rüber, deswegen ich wünsche diesem Podcast alles wird Strom.

01:21:15: Alles erdenkliche Gute.

01:21:16: Ihr müsstet der größte Podcast Deutschlands werden und nicht irgendwelche Rechte... Ja?

01:21:21: Weil wir müssen einfach umbauen!

01:21:23: Wir müssen unsere Wirtschaft umbauten, wir müssen unser Denken umbauern und vor allem müssen wir es zusammen machen.

01:21:28: das ist eines ganz ganz wichtiges und ihr beides hat großartige Beispiele für diese Gesellschaft die wir brauchen.

01:21:36: Hier kommt auch mein Herz.

01:21:40: Ich darf uns allen gleichzeitig gratulieren, weil jetzt sind wir wirklich am Ende angelangt.

01:21:44: das waren so schöne Worte jetzt gegenseitig und seht es uns nach dass ist auch mal ein bisschen eine andere Folge geworden ist auch ein bisschen emotionaler aber ich muss sagen es ist der längste Podcast den wir jemals gemacht haben.

01:21:59: also deswegen gratulation.

01:22:01: und zweitens hat sich überhaupt nicht so angefühlt wie wusch so an mir vorbei gewutscht ja und euch offensichtlich wo jetzt noch zuschauten zuhört.

01:22:12: es ist auch so gegangen weil ihr seid ja immer noch dran.

01:22:14: Es ist ja unglaublich, also vielen vielen dank.

01:22:17: an der stelle fürs zuhören fürs zuschauen schaute ich unbedingt solar bakery.

01:22:22: also solar und bakery auf englisch einfach mal bei google eingeben.

01:22:27: schaut dich das an des projektes wirklich hoch fasziniert.

01:22:30: im torsten auf linkedin

01:22:32: Genau,

01:22:33: folgt dem Torsten auf LinkedIn.

01:22:35: Da gibt es auch nochmal mehr Infos rund um... gewisse Themen, die da aufgetaucht sind online oder auch andere Dinge wie es weitergeht.

01:22:44: Also das ist unglaublich und schaut doch gerne auch nochmal auf alleswirdstrom.de vorbei und checkt unser Event aus.

01:22:51: Da kann man uns persönlich treffen und sich auch persönlich mit uns mal über diese Themen unterhalten.

01:22:56: und dass wir uns vielleicht auch ein bisschen kennenlernen ja?

01:22:59: Wir senden hier irgendwo nach außen in die Welt sage ich jetzt mal den deutschsprachigen Raum vielleicht auch mal persönlich zu treffen.

01:23:10: und vor allem freue ich mich darauf torsten, wenn wir uns vielleicht irgendwann mal persönlich treffen.

01:23:15: Dann kriegst du aber mal so eine dicke Umarmung ja?

01:23:17: Ich lasse dich gar nicht mehr los!

01:23:18: So jetzt ist es aber auf Schluss.

01:23:20: Ja, verbrennen ist vorbei

01:23:22: so gut wie...

01:23:23: Aber der Podcast ist jetzt auf jeden Fall vorbei.

01:23:25: Ich schicke ganz viel Liebe in die Welt zur Torsten, zu Felix und bleibt uns treu bis bald.

01:23:32: Tschüss Abo da lassen und teilen und alles Elvis Bescheid tschüß.